Also ich finde, es fehlt da noch ein ganz elementarer Punkt - nämlich die Befestigung der Kabelenden. Das Thema wird leider sehr unterschätzt, kann aber sehr schnell Klang kosten, Komponenten zerstören und Brände verursachen.
Man kann eigentlich Pauschal sagen, dass diese goldenen Kabelschuhe bzw. Ringkabelshuhe nichts taugen. Die sehen zwar schön aus und kosten viel Geld, aber bei genauem Hinsehen schreit jeder Elektriker. Mal von den minderwertigen galvanischen Beschichtungen (die ganz nebenbei den Widerstand erhöhen) abgesehen - man muss sich nur einmal den Querschnitt dieser dünnen Bleche ansehen. Für ein 20mm? Kabel mag der Gesamtquerschnitt vielleicht noch ausreichen, aber für alles darüber sind die eigentlich unterdimensioniert. Wer schon einmal einen richtigen Elektro-Kabelschuh in der Hand hatte, weiß wovon ich Rede
Diese gibt es z.B. von der Firma Klauke. Die wiegen deutlich mehr, weisen deutlich dickere Materialstärken auf, sind aus Kupfer oder verzinkt und zum Crimpen braucht man eine spezielle Zange - aber die Dinger sind Qualititativ gut und dank Sicherheitsnormen vor allem SICHER, wenn richtig gepresst. Leider sind diese Zangen sehr teuer, sodass es sich für Privatpersonen kaum lohnt. Ich habe aber noch keinen Elektrobetrieb gesehen, der nicht diese Kabelschuhe und Zangen einsetzt. Für nen 5er oder 10er in der Kaffeekasse presst Euch eigentlich jeder Elektriker ein paar Kabel, wenn man nett fragt und er nicht gerade unter Stress steht. Dann etwas Schrumpfschlauch in der passenden Farbe drüber und fertig.
Das andere Thema sind offene Kabelenden, an die keine Kabelschuhe kommen sollen. In dem Fall sollte man Aderendhülsen verwenden, am besten wieder Industrieware mit Kunststoffkragen (sehr praktisch an der Endstufe selbst, wenn die Anschlüsse nah einander sitzen).
Viele werden sich jetzt sagen: "Wozu? Hällt doch auch so". Das mag vielleicht für die Lautsprecherkabel an einer Entstufe gelten, wo die Kabel von einem Plättchen geklemmt werden. Bei den Stromanschlüssen und dem Sicherungshalter sieht es aber anders aus. Beim Anziehen der Madenschrauben entstehen am Kabel Scherkräfte. Da Kupferleitungen nicht wirklich dehnbar sind, brechen einzelne Litzen einfach. Wird der ein oder andere vielleicht auch schonmal gemerkt haben, wenn so ein Kabel gelöst wurde - da sind dann immer ein paar Litzenstücke rausgefallen. Wenn über das Kabelende eine Aderendhülse gestülpt wird, dann drückt die Madenschraube nur die Hülse selbst ein - mit dem positiven Effekt, dass man eine sogenannte Dornpressung erhält, die bombig hält.
Ein weiterer positiver Effekt ist, wenn man passende Aderndhülsen verwendet, dass zu kleine Kabel in zu großen Öffnungen immer optimalen Kontakt finden. Wer schonmal versucht hat ein 0,5mm? dickes Remotekabel in einer 4mm? großen Öffnung zu befestigen, wird wissen, wie schwierig das ist. So stülpt man wieder ne passende Aderendhülse auf das Kabel, die Madenschraube klemmt die komplette Hülse -> bester Sicherheit bei bestmöglicher Kontaktfläche.
Wir reden hier von Centartikeln, die das Handling ungemein erleichtern, Sicherheit bieten und das am besten machen, was sie eigentlich machen sollen -> leiten.
Wer schon einmal Erfahrung mit abgerutschten Kabel und kaputten Komponenten gemacht hat, wird das schätzen. Irgendwann ist jeder mal dran
Gruß, David