Hallo,
mein NG springt kalt sehr schlecht an.
Das Problem scheint am Kaltstartventil zu liegen:
Das Ventil wird elektrisch angesteuert, spritzt aber nichts ein, wie ich nach demontage festegestellt habe.
Ich habe auch Startversuche gemacht wobei ich das Ventil von der Kraftstoffleitung getrennt habe.
Auch dann kommt kein Kratfstoff aus der Leitung, müsste aber doch eigentlich?
Also ein Problem mit dem Mengenteiler?
Was denkt ihr?
Gruß
Klaus
NG: Probleme mit Kaltstartventil
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Das Kaltstartventil ist elektrisch angesteuert. Die Ansteuerung erfolgt über das Motorsteuergerät, das die Information vom Temperatursensor bekommt, der oben auf dem Kühlmittelflansch am Zylinderkopf drin ist (schwarzer Stecker 2-polig).
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Ja aber er schreibt ja, dass wenn er das Ventil Benzintechnisch abschraubt auch kein Kraftstoff austritt.
Ich würde mal sagen, in dem Moment in dem die Benzinpumpe läuft müsste Kraftstoff austreten (Hohlschraube gelößt).
Oder mache ich einen Lese - Gedankenfehler?Könnte man ich einfach mal 12 V an das Kaltstartventil anlegen?
Dann muss es ja einspritzen.
Halt nicht zu lange, sonst überhitzt die Spule, oder? -
Ja sorry, ich hab das nur kurz überflogen... Eigentlich muss auf der Benzinleitung vom Mengenteiler immer Druck anliegen, sobald sich die Stauscheibe hebt. Ist genau wie bei den anderen Leitungen zu den Einspritzventilen auch, nur, dass die auf Druck rein mechanisch öffnen.
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Hast du es an einer anderen Leitung probiert, ob da Sprit kommt? Hast du dabei die Stauscheibe angehoben? Nicht dass du durch das fehlende Ventil kein Unterdruck an der Stauscheibe anliegt und deswegen im Mengenteiler zu wenig Druck anliegt.
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Hast du dabei die Stauscheibe angehoben? Nicht dass du durch das fehlende Ventil kein Unterdruck an der Stauscheibe anliegt und deswegen im Mengenteiler zu wenig Druck anliegt.
Nein habe ich nicht, guter Punkt werde ich nochmal probieren.
ohne anheben der stauscheibe kommt da auch kein sprit raus. denke nicht das es an dem kaltstartventil ein problem gibr. die ng's springen auch ohne super an (meist sogar besser ohne, weil sie durch die undichten ESV eher zum überfetten neigen)
Ich denke schon, dass es ein Problem mit dem Ventil gibt. Er springt kalt beschissen an, warm ist es ok. Und es macht keinen Unterschied, ob der elektrische Stecker am Kaltstartventil angeschlossen ist oder nicht.
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Ich habe heute einen längeren Blick auf den Mengenteiler geworfen. Es ist tatsächlich ein Mengenteiler für 6-Zylinder Motoren. Der 6-te Zylinder ist das Kaltstartventil. Also kann bei der Ruhelage des Luftmengenmesser kein Kraftstoff am Kaltstartventil ankommen. Also Anlasser betätigen oder wie schon geschrieben Stauscheibe anheben.
Das schlechte Startverhalten kann auch von Vakuumlecks in der Ansaugseite herrühren. Steht die Stauscheibe dann zu tief, ist das Gemisch zu mager. Klassiker sind Luftführng zwischen Luftmengenmesser, Drosselklappe, Schläuche, O-ringe. Na Stellen gibt genug.... -
Komfortabler als den Anlasser zu betätigen ist es, das Kraftstoffpumpenrelais mit der Metallbrücke vom Relaissteckplatz „Startsperre bei Automatikgetriebe“ zu überbrücken.
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Habe es heute nochmal mit ausgelenkter Stauscheibe probiert.
Tatsächlich kam dann Sprit aus der Leitung
Also entweder nur das Ventil selbst (was ich noch nicht auf gleiche Weise getestet habe) oder ein anderes Problem. -
Der Mengenteiler für 5-Zylindermotoren hat logischerweise 6 Anschlüsse, da ja das Kaltstartventil dran hängt. Genau so wie der vom 4-Zylindermotor 5 Anschlüsse hat...
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Nachdem du die Ansteuerung bereits positiv getestet hast (wie eigentlich?), scheiden STG, Leitungsverbindung und der Temperatursensor aus.
Dann liegts entweder an einer defekten Ventilwicklung oder die Ventilnadel klemmt mechanisch.
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Ich dachte, dass er das Ventil noch testen muss, da der vorherige Test für die Katz war (damit ist nicht das Forumsmitglied Katze56633 gemeint
) .
Aber Klaus80 schreibt auch, dass es kein Unterschied macht ob das Ventil abgesteckt ist oder nicht, also entweder Ventil kaputt oder Leitungen unterbrochen -
ohne anheben der stauscheibe kommt da auch kein sprit raus. denke nicht das es an dem kaltstartventil ein problem gibr. die ng's springen auch ohne super an (meist sogar besser ohne, weil sie durch die undichten ESV eher zum überfetten neigen)
zitat von.... Ich denke schon, dass es ein Problem mit dem Ventil gibt. Er springt kalt beschissen an, warm ist es ok. Und es macht keinen Unterschied, ob der elektrische Stecker am Kaltstartventil angeschlossen ist oder nicht.
hab selber 2 ngs, und dieses kaltstartventil noch nie gebraucht. im tiefsten winter bei -20grad hat das vllt seinen sinn. temperatursensor checken. falschluft checken. haltedruck checken. einspritzventile checken. so wäre die sinnvollste vorgehensweise.
gerne werden die esv undicht. d.h. der Druck geht verloren u beinstarten ist bei einzelenen esv der druck weg. was erstmal zum schlechten anspringen führt.
kann auch den zu schwache pumpe sein usw. gibt viele möglichkeiten.
das is ja das schöne an den alten autosfehler suchen statt anstecken, auslesen u teile tauschen
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Es scheint tatsächlich nicht am Kaltstartventil zu liegen, zumindest nicht am Ventil selbst.
Ich habe nochmal mit angehobener Stauscheibe und ausgebautem aber angeschlossenem Ventil getestet, dann hat es gespritzt...
Schade, wäre schön einfach gewesen.Also wohl doch eher Falschluft?
Den Kraftstoffdruck am Mengenteiler hatte ich bei unterer Leerlaufdrehzahl (Standgas) schon mal gemessen, der war im Soll. Damit sollte er wohl auch beim Starten passen.@shorty
Die Ansteuerung des Ventils habe ich einfach mit einem Multimeter geprüft.
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Falschluft:
Stellen hat es ja genug.
Schau dir genau die Gummiführung von Mengenteiler zur Drosselklappe an.
Die ist gerne rissig.... -
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Die Ansteuerung des Ventils habe ich einfach mit einem Multimeter geprüft.
Darf ich erfahren wie das genau geht? Misst man einfach die Spannung zwischen den Pins des Kaltstartventil-Steckers beim Anlassen? Sollten da dann (kurzzeitig) rund 12 Volt anliegen? Ist die Spannung gepulst bzw kann die mit einem handelsüblichen Multimeter ausgelesen werden? Vielen Dank im Voraus!
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Du hast schon recht.
Es sollte ein Rechtecksignal sein (behaupte das mal).Mulitmeter brauchen eine gewisse Pulsdauer oder Signallänge zum Triggern.
Du kannt ja mal testweise die Spannung am Blinker testen. Ich hatte hier schon Multmeter, die haben einfach Spannung 0 Volt angezeigt obwohl der glühfaden immer mal glühlte. Das ist halt der Preis für die digitale Anzeige.Besser wäre ein (gutes altes) Drehspulmessinstrument. Es gibt doch z.B. die Elavai von Hartmann & Braun. So was hat Deutschland mal hergestellt.
Jedoch sollte/könnte das Multimeter einen kurzen Spannungsantieg anzeigen.Man kann mit einem Restrisiko dann auf 12 V (oder Bordspannung) tippen und ein OK setzen.
Oder du hast ein oszi.
Die sind halt mit der seltenen Widerholrate gerne überfordert.Vor allen das moderne Digital Oszi Zeug....
Eine Diodenprüflampe sollte auch vernünftiges Anzeigen (polarität beachten).
(Die Signalhöhe ist ja primär nicht so wichtig.Du willst ja eher Wissen ob überhaupt ein Signal ankommt.)
Früher hätte man hier die Prüflampe genommen (einfach mit Glühlampe), Die Leistung der Prüflampe ist aber zu hoch und kann die Treiber (z.B. Steuergerät) schädigen.
Schau dir bei der Gelegenheit auch genau die Stecker im Motorleitungssatz an. Die sind auch in die Jahre gekommen.... -
Häng doch einfach mal dein DMM (im Modus Spannungsmessung) dazwischen, dann siehst du schon was rauskommt.
Ich würde eher auf konstante 12V tippen. Die Einspritzdüsen spritzen kontinuierlich ein, warum sollte das Kaltstartventil dann getaktet werden. Am ehesten um die Spule nicht zu überlasten, aber das KSV spritzt ja max 10 s ein.Das moderne „Digital-Oszi-Zeug“ ist top. Da ist das Messen eines Blinkersignals das geringste Problem
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