Leerlaufregler austauschen und evtl. Aufwand/Kosten für Hinterachslager

  • Hallo ins Forum,


    nachdem nun die Antriebswellen wieder in Ordnung sind und das Auto auch kurzzeitig super lief, scheint sich der Leerlaufregler zu verabschieden. Das Auto geht im Leerlauf (auf Benzin wohlgemerkt - nicht auf Gas, da läuft er einwandfrei) einfach aus. Zumeist nur, wenn er warm ist, manchmal aber auch, wenn er kalt ist. Einen kaputten Schlauch konnte ich nirgendwo finden, der Flansch vom Einspritzer wurde mit dem Thermostatflansch vor ca. 6 Monaten gewechselt, ebenso Zündkerzen und Zündkabel nebst -Verteiler und -Finger.
    Nun will ich also sehen, dass der Leerlaufregler neu kommt. Bestellt ist er schon, bleibt nur die Frage, ob der Einbau genauso einfach ist wie der vom Zündverteiler.


    Die zweite Sache wären dann die Hinterachslager. Die machen sich mittlerweile bemerkbar und laut dem Meister, bei dem das Auto für den Antriebswellenwechsel war, sind dadurch schon die Kraftstoff- und Bremsleitungen angescheuert und sollten deswegen getauscht werden. Nun hat der gute Herr gleich mal vier Stunden Arbeit mindestens in Aussicht gestellt. Da ich den Typen nicht kenne und er mir gleich seriös kam, indem er auf die Frage, ob es nach dem Antriebswellenwechsel mit dem Auto auch gefahren ist, "ja" antwortete, dabei aber anscheinend das Geräusch beider Hitzeschutzbleche entweder nicht gehört oder gekonnt ignoriert hat, bin ich mir nicht sicher, was ich davon halten soll. Ansonsten würde ich dafür dann wieder zu meinem "Haus-Meister" gehen, da weiß ich aber nicht, ob er derzeit überhaupt kann.


    Ich weiß, mittlerweile ist an dem Auto so gut wie alles ausgetauscht, was irgendwie getauscht werden konnte, aber ich bin mir sicher, dass ich danach auf jeden Fall besser fahre als eine meiner Bekannten mit ihren letzten 5 Autos - der Uno hatte einen Brandschaden, der Punto ein komplett defektes Bremssystem, der Astra ist weggerostet, der Mondeo einen Motorschaden und der neue, auch ein Ford, hat Elektrikprobleme... Immerhin kann man bei dem Audi alles eingrenzen und kommt leicht an Ersatzteile :P

  • Den Zusammenhang zwischen verschlissnen Hinterachslagern und angescheuerten Brems und Benzinleitungen verstehe ich nicht!


    Da wird der "neue Meister" wo nur einen Dummen gefunden haben, dem er das Geld mit vollen Händen aus der Tasche ziehen kann.



    Leerlaufregler kann man im übrigen auch reinigen und dann ölen. Mache ich aller zwei Jahre und fahre immer noch den selben.

  • Naja also das die Kraftstoffleitungen am Ende sind ist durchaus möglich, falls das noch nicht gemacht wurde.
    Die Bremsleitungen eher nicht, wenn dann die Schläuche.
    Hat aber beides nix mit den Achslagern zu tun.

  • Alles richtig oben.


    Wie auch immer, 4 h min und mehr für den Tausch der Lager und den Rest halte ich für durchaus möglich und realitisch.
    Man weiß nie, wie gut sie aus der Achse herausgehen und die Korrision in den Gewinden der Schläuche einen ausbremsen.
    Und nach dem alter können die Gummilager (um die geht es doch?) durchaus fertig sein. Ich musste teilweise die Schrauben der Hinterachse mit der Flex bearbeiten, der Sechskant war nicht mehr da.


    Die Benzinleitungen rosten um die Achse sehr gerne. Entrosten hat teilweise gereicht.
    Die Schläuche der Bremsleitung müssen zum Lagertausch eh geöffnet werden. Das kann in sekunden erledigt sein, oder eben auch net.
    Ich bin ja schon schier verzweifelt und habe dann auch noch den Sechskant an den Leitungen ruiniert.

  • Danke schon mal für eure Antworten.


    Ich habe im Internet nach der Problematik gesucht gehabt, deswegen habe ich den Leerlaufregler jetzt im Verdacht. Ich hab mir probehalber einen Funktionierenden von 'nem Bekannten geholt, wenn das Problem da liegt, wird das Teil dann neu geholt. Zum Reinigen und Ölen bin ich viel zu grobmotorisch :wacko:
    Falschluft scheint er nirgends zu ziehen, da müsste er ja auch auf Gas nicht laufen. Die meisten Teile sind erneuert und die Benzinpumpe funktioniert. Filter sollten ausgeschlossen werden können - wenn zu, dann zu.


    Was den Meister angeht, wollte ich mich erst einmal rückversichern, ehe das Auto nochmal da hingeht. Mein "Haus-Meister" ist derzeit noch im Stress, der hat erst wieder in zwei Wochen Zeit. Laut der Werkstatt sind die Leitungen durchgescheuert, weil sie an der Achse anliegen und durch Reibung immer dünner werden. Konnte leider noch nicht slber drunterschauen, da ich keine Möglichkeit derzeit habe. Ich denke aber, dass ich das Auto nicht da hinbringe und warte noch zwei Wochen, bis ich das Auto wieder zu dem hinbringen kann, der den mittlerweile kennt wie seine Westentasche. Sollte ja nichts einfach kaputtgehen, oder?

  • So, mittlerweile ist es so, dass der Motor einfach gar nicht mehr so will, wie ich das gerne hätte. Egal, ob kalt oder warm - er läuft beim Zünden kurz an, danach ist er sofort wieder aus, wenn kein Gas gegeben wird. Gebe ich nun Gas, dreht er kurz hoch und stürzt sofort wieder ab, nimmt kein Gas mehr an, stottert dann kurz, aber extrem und geht dann aus. Wenn man das Pedal jedoch entlastet und dann wieder durchtritt, dreht er wieder hoch und das Spiel geht von vorn los. Wenn man losfährt, sieht's aus, als würde ich meine ersten Fahrversuche machen, so sehr ist er dann am Stottern und Stocken.
    Beim Gasgeben kann ich auf LPG umschalten, dann läuft er einwandfrei und fährt. Nun kann man schon mal alles ausschließen, was zusammen mit Benzin und Gas funktioniert, ebenso alles, was allein mit dem Gas zu tun hat. Welche Bauteile könnten für den Benzinbetrieb defekt sein? Von Benzinpumpe über Kraftstoffzufuhr bis hin zur Einspritzung kann das ja so einiges sein, aber da wird es mit Sicherheit auch was geben, was gerne kaputt geht und Teile, die selten anfällig sind...

  • So, gerstern bei meinem Meister gewesen.
    Wie haben mal die Einspritzanlage zerlegt. Das Ergebnis:


    - Sprit kommt an
    - Leerlaufventil wurde durchgemessen, funktioniert. Bei laufendem Motor geht's auch
    - Einspritzanlage funktioniert ebenfalls, Sprit wird eingespritzt
    - Drosselklappenpoti wurde durchgemessen, funktioniert auch


    Dann kam ein Bekannter meines Meisters (ein gelernter Kfz-Elektriker), der seine Reifen umziehen wollte und hat sich die Sache einmal genauer angesehen und hat mal probehalber noch mehr auseinandergenommen und dabei auch die Kabel des Leerlaufreglers UND des Drosselklappenpotis abgezogen. Gestartet... lief! Hat nur etwas schlecht Gas angenommen, weil er wohl das Notprogramm gestartet hat.


    Tja, dann haben wir die Kabel einmal genauer angesehen... Beim Wechsel der Lambdasonde hat irgendwer mal gedacht "ich schneide dafür einfach mal die Kabel durch, die da langgehen um Strom zu kriegen."
    Wäre ja aber auch zu schön gewesen, die Kabel dann auch wieder alle vernünftig zu isolieren und nicht irgendein Isolierband da drum zu kleben :dash: Dazu hat der besagte "irgendwer" die Kabel einfach entlang des Motorblocks verlegt... Ich stelle mich ja manchmal wirklich dumm an, aber so blöd kann doch eigentlich niemand sein, oder?


    Beim Durchmessen kam dann raus, dass ein Kurzer in der Leitung liegt und deswegen gar kein Sprit im Verbrennungsraum ankommt.

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