Ratlosigkeit--> Endstufen und Subwoofer auswahl

  • Hy, Ich hatte am Freitag ne längere Diskussion mit nem Bekannten, der im Software und PC-Bereich arbeitet. Wir haben uns mal wieder über meine Anlage im Auto unterhalten, weil er meinte, dass meine Anlage nicht genug leben würde, für ihn. Als Audio-Test kam eine CD von Mike Oldfield ins Radio. Nur so am Rande.


    Jetzt zu meinem Problem:
    Ich würde gerne mehr Wums in meinem kleinen B3 haben, obwohl Ich schon 3 Subwoofer im Auto habe. Er erklärte mir, dass Ich eine Endstufe wählen muss, die Großer ist als mein Sub.


    Seine Meinung:
    Endstufe (600W) > Subwoofer (400W)


    logisch wäre aber:
    Endstufe (600W) = Subwoofer (600W)


    Mein Vater, el-Techniker:
    Endstufe (400W) < Subwoofer (600W)





    Also was ist nun richtig, geschweige denn besser, für mehr Wumms, ohne die Lebensdauer meiner Subs zu schmälern?


    Vielen Dank schon mal im Vorraus


    p.s. Nein, SuFu hat nicht ausgereicht

  • Um einen Sub perfekt nutzen zu können, sollte man auch das Gehäuse selbst berechnen und bauen sowie der Fahrzeug reso anpassen!


    Das heißt, ein GG im Kofferraum eines Cabrio bringt dir null, weil vorne nichts ankommt!


    Ein BR (=Bassreflex) oder BP (=Bandpass) wo der Port durch den Skisack geht bringt jedoch einiges! :lol:


    Die Anzahl und Größe machts auch nicht aus! Ich war mal auf einem Klangfuzzi-Treffen, da stellten 2 Kleine 10er oder ein 12 manche Riesen in den Schatten!


    Jeder Sub hat eine Max. Angabe, wie sehr man ihn belasten kann! Belastet man ihn zu viel, riecht es meist wie sau und steigt dann weißer rauch auf!
    Jedoch vertragen manche Sub's auch einiges mehr wie die Hersteller angeben, das ist immer unterschiedlich!


    Man sollte da son mittel Maß finden, was bringt dir ein Monoblock der dir 1000W bei 2 Ohm rausballert aber dein Sub nur 600 verträgt!


    Aber das können dir andere sicher besser erkläre, ich denek emi wird sich auch zu Wort melden!


    Gruß

  • Da ich ja ein wenig im PA-Anlagen bereich unterwegs bin, hier mal ein beispiel,


    Ein 100-Watt-Verstärker kann bis zu 100 Watt Sinusleistung verzerrungsfrei abgeben.


    Ein 100-Watt-Lautsprecher kann bis zu 100 Watt Sinusleistung verzerrungsfrei wiedergeben.


    Wenn Du also einen 100-Watt-Verstärker voll aufdrehst und einen 50-Watt-Lautsprecher dranhängst, wird der Lautsprecher im wahrsten Sinne des Wortes an seinen Anschlag gebracht. Lange wird er das nicht aushalten.


    Wenn Du umgekehrt einen 50-Watt-Verstärker voll aufdrehst und einen 100-Watt-Lautsprecher dranhängst, zuckt der nur die Achseln, er wird ja nur halb ausgesteuert.


    Es sollte am besten alles aufeinander abgestimmt sein, soll heissen ist der Verstärker zu schwach, wird aber zu stark angesteuert(Clipping) beschädigt das auch den Lautsprecher. Ein Lautsprecher hat keine Watt, er kann nur mit Watt belastet werden.



    Bei den Boxen spricht man (im Gegensatz zum Verstärker) eigentlich nicht von Leistung, sondern von Belastbarkeit, was dann schon die halbe Frage von selbst beantwortet.


    Dabei unterscheidet man zwischen 2 Werten in der Belastbarkeit -
    der Nennbelastbarkeit (unterer Wert bezieht sich auf permanenten Signalpegel) und
    der Musikbelastbarkeit (oberer Wert bezieht sich auf Signalspitzen)


    Je nach Lautsprecherart und dem, wie weit die Belastbarkeit (in Watt angegeben) durch aufdrehen des Verstärkers überschritten wird, können folgende Probleme auftauchen: übersteuerter Klang >> bleibendes schnarren/klirren der Lautsprecher >> komplette Zerstörung von Lautsprecher.
    Dabei bleibt zu bedenken, dass die Leistung abhängig vom angeschlossenen Wiederstand (der Boxen) ist.
    Das heißt:
    Ist eine Leistung des Verstärkers für 8 Ohm angegeben und die Lautsprecher betragen nur 4 Ohm, dann fließt der der doppelte Strom und somit ist auch die Leistung doppelt so hoch, sind dagegen 4 Ohm angegeben und Lautsprecher haben 8 Ohm so wird nur die halbe genannte Leistung erwirkt.


    Wird der Wiederstand, der vom Verstärker angegeben wird, unterschritten (z.B. Parallelanschluss mehrerer Lautsprecher), so wird der Verstärker (Endstufe) überlastet.


    Ich habe zum beispiel in meinem Coupe ein 12" Basschassis auf 1200 Watt, angesteuert von einer 4-Kanal Endstufe mit 1400 Watt,mit der richtigen einstellung ist das meiner ansicht/hörweise eine gute mischung.



    Edit: Ich hoffe das hilft bei deiner auswahl ^^
    mfg

  • Hatten wir das Thema nicht erst vor kurzen "Welcher Sub im B3 oder so ähnlich" :huh: :whistling: Am besten von der Leistung her immer etwas mehr berechnen. Somit fährt man die endstufe und den Sub nicht bis in die letzte Reserve.Am besten wenn man die Möglichkeit hat von Kumpels oder Freunden die anlage mal ausleihen und hinten rein Schmeißen. Anhören und nachher Entscheiden.


    Bei mir im B3 werkelt folgendes setup.


    Umgebaute Magnat Xcite 801
    60 Liter Bassreflex in Eigenbauweise nach einem Visaton vorschlag. (Ehemaliger Heimkino Sub)
    35mm² Kabel auf Massiv Kupferverteiler mit 2x 1 Fahrrad Kondensator. Bei Bedarf mit zusätzlicher 90Ah Akku.


    Der Rest ist mehr oder weniger Standart. Fallst du mal nähe Mönchengladbach oder Essen bist. Kannste dir das gerne mal anhören :)


    @ 80V6


    Hey nix gegen Magnat soooo schlecht sind die auch wieder nicht. Hatte vor kurzen noch ne Hifonics Titan Txi 1500d. Mehr als Enttäuscht!!!

    Life is better over 150 BPM - Fehlende PS werden durch Wahnsinn ersetzt :rofl:


    Audi 80 B3 "Sport Edition" 2,3L 136PS MKB: NG1 GKB: AXC; Webasto Standheizung + Vollauto. Klima + Audi 90 Front + Kamei-Spoiler + Tempomat :love: + BN-Pipes + Brock B6 16"


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  • Puhh, also erstmal solltest du wissen, dass du einen mit 300 Watt belastbaren Lautsprecher auch mit
    50 Watt zerstören kannst. Wie kommt das?


    Zuerstmal ist die angegeben Belastbarkeit des Herstellers (RMS, (fast) alles andere ist sowieso nichtssagend...)
    die Leistung, die die Spule bei 1000Hz dauerhaft verkraftet ohne den Hitzetod zu sterben. (Din-Messung)
    Aus diesem Grund sollte man unterscheiden zwischen mechanischer und elektrischer Belastbarkeit.
    Du kannst einen Lautsprecher mechanisch durchaus mit weniger Leistung zerstören (bei niedrigen Frequenzen
    beispielsweise). Gib doch mal 20 Watt bei 50Hz auf einen Hochtöner, welcher mit 120Watt elektrisch belastbar ist. ;)


    Soweit nur zur bildlichen Veranschaulichung.

    Wieviel Leistung du nun brauchst hängt nun von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel von
    dem Wirkungsgrad des Lautsprechers, deinen Hörgewohnheiten, dem Einbauort und und und...
    Leistung ist nicht alles! Hier wieder ein Beispiel zur Veranschaulichung: Baust du einen Lautsprecher in
    einen abgetrennten Kofferraum, oder baust du ihn direkt in den Fußraum (als Bsp.).
    Der Kofferraum selbst schluckt viel Schall UND der Schall muss eine größere Distanz überwinden. Der
    Schalldruck nimmt nämlich mit der Entfernung ab.
    Kleines Beispiel: Subwoofer im Fußraum. 1m Abstand zum Hörplatz. Wirkungsgrad 85 dB (bei 1Watt, 1m).
    Nun Subwoofer im Kofferraum, 2m Enfternung. Da Abfall mit der Entfernung mit 6 dB pro Verdoppelung der Entfernung
    einher geht, brauchst du schon 4 Watt um die gleiche Lautstärke zu erreichen. Alles natürlich auf Freifeld und seeeehr
    idealisiert.


    Man sagt, dass man die Leistung der Endstufe immer etwas höher wählen sollte als die Belastbarkeit des Lautsprechers.
    Warum sagt man das? Das liegt daran, dass viele glauben seine Lautsprecher druch "Clipping" (auch Übersteuern) zerstören
    zu können.
    (Wen es interessiert: http://www.traumboxen.de/ad-audio/clipping.htm)


    Ich würde mir darum gar nicht so viele Gedanken um die Belastbarkeit des Lautsprechers machen und
    vor Allem daraus nicht auf die benötigte Leistung schließen.


    Dein Bekannter soll dir erstmal erklären was genau er meint mit dem wenigen "Leben" deiner Anlage.
    Pegel nicht ausreichend?
    Danach vielleicht den Einbau deiner Komponenten überdenken.


    Der "asdf #" hat schon sehr recht. Manchmal erstaunlich was ein kleiner 10" Subwoofer (richtig
    verbaut) alles anstellen kann. 8)


    Viele Grüße,
    Tim

  • Interessanter Artikel, was das Clipping betrifft.


    Das häufigste Problem ist jedenfalls nicht die Leistung die zur Verfügung steht, sondern eher das Gehäuse und der Einbauort. In den 80er Limos ist es halt etwas schwierig den Bums auch in die Fahrgastraum zu bekommen. Die oft verbauten Bandpassgehäuse haben leider oft die Eigenschaft recht unpräzise im Vergleich zu einem geschlossenem Gehäuse zu sein. Dann steht die Kiste noch im Kofferraum und schon wird aus Bum Bum nur noch Wum Wum, das den Anschein von fehlender Lebendigkeit hat.
    Wenn die geliebten knackigen Bassläufe zu einer brummenden Soße verkommen, liegt es jedenfalls nicht an der Leistung.

  • So ist das halt umso mehr man erwartet desto höher sind die Kosten und der Aufwand dafür. Auf kurzer oder langer sicht fliegt meine Basskiste hinten eh raus. Weil der Gastank drin ist wiegt schon 40 Kilo und die Basskiste sind auch nochmal 25Kg. Mal abgesehen mehr wie nen Halben Kasten Bier ist nicht mehr drin an Platz.Da man mir ja eh Löcher ind die ablage geschnitten hat 6x9" :assault: :assault: :rocket: Kommen da mal vernünftige Koax rein. Und nutze somit den Kofferraum als Bassgehäuse. Mehr bleibt mir auch nicht übrig. Hätte ich mal nen 5ender bräuchte ich keine Mucke der Sound ist besser wie jede Mukke :lol:

    Life is better over 150 BPM - Fehlende PS werden durch Wahnsinn ersetzt :rofl:


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  • ja im prinzip alles verständlich. Also Im Kofferraum habe Ich ne Bassrolle von Blaupunkt, und in der Hutablage theoretisch 2 20er Sub, direkt in die Hutablage geschnibbelt.

  • ich hab immernoch kein radio im 7a... :D


    wenn man einen ordentlich "lebhaften" sound haben möchte muss man sich überhaupt nich um den sub kümmern, sonderen erstmal die problemzonen des typ89 heran.


    das optimale für den typ89 ist ein 16cm 2-wege system vorn und ein bandpass im kofferraum.
    sehr wichtig ist hierbei, dass das frontsystem perfekt gedämmt ist und die hochtöner gerichtet sind. es empfieht sich alu kugeln aufs amaturenbrett zu stellen.
    das gehäuse der tmt's in den türen sollte geschlossen sein. also nich einfach den lautsprecher auf die türpappe spaxen. das gibt keinen..
    für das system vorn ist eine 2-kanal endstufe oder eine gebrückte 4-kanal endstufe in erwägung zu ziehen, sowie ein radio mit genügend vorverstärkerausgängen und laufzeitkorrektur. eine alternative wäre ein soundprozessor.


    günstig ist da das imprint system von alpine.


    das alles sollte gemacht werden, bevor die überlegung zu einem sub aufkommt. mehr dämmung heißt hier --> mehr bass. und von daher spielt auch ein 16er kompo sehr gut. ;)

    Sommer: Audi Coupé Quattro R5 Bj. '89 | 2.3 Liter | 7A | 170 PS | Weiß Perlmutteffekt L0A9 | Euro 1


    Daily 2019-... : BMW 525d Touring F11 Bj. '11| 3,0 Liter | N57 | 204 PS | Schwarz | Euro 5

  • und in der Hutablage theoretisch 2 20er Sub, direkt in die Hutablage geschnibbelt.

    Wie geht das denn? Entweder sie sind drin, oder nicht.


    Edit: Richtig. Nachdem ich meine Dobos mit den 16er TMT's eingebaut hab, war ich erstaunt, wie gut die spielen. Selbst ohne Sub geht die Kombo schon recht weit in den Keller.

  • Also die Leistungsdichte erhöht sich beim Clipping schon, weil sich das Freqenzspecktrum ändert.
    (Stichwort: FOURIER-Analyse). Aber das hört man!


    Leider verharrt das Bild des Bandpasses als unprezise Lösung doch recht hart. Das liegt wohl daran,
    dass es auf die ganzen Fertig-Lösungen durchaus zutrifft. Die müssen ja auch (hauptsache) laut und klein
    sein. Lieber zwei 12er mit Beleuchtung in 60 Litern, als einen 12er Blickdicht verbaut in 90 Litern.
    Anders lassen sich dort keine Kunden fangen.


    Es gibt im Audi viele Wege die nach Rom führen. Die Lösung mit zwei 20er (wirkich Subwoofer) kann durchaus
    funktionieren bei passender Trennung und Abstimmung.
    Das mit der Bassrolle im Kofferraum ist aber kein besonders guter Weg. Vor allem halte ich persönlich nicht
    viel davon Lautsprecher in der Hutablage und dann noch einen Subwoofer im KR zu verbauen.
    Der Subwoofer beeinflusst so die TT in der Hutablage durch den Druckaufbau im Kofferraum Je nach Laufzeitunterschieden
    kann das zu fiesen Auslöschungen führen. So zumindest meine eigene Erfahrung. In meiner Anfangszeit habe ich so ziemlich das
    Gleiche veranstaltet. Habe viel Lehrgeld gezahlt


    ;)


    Viele Grüße,
    Tim


    Edit: Im Prinzip hat der Scouter aber Recht. Der Einbau/ -ort macht das Meiste aus.


    @ KameiX1: Schiss vor Arbeiten mit GFK? :D

  • Leider trifft dies nicht nur auf Fertig-Kisten zu, sondern leider auch auf einige selbst geschraubte. Ein vernünftiges BP-Gehäuse baut man halt nicht mal ebend so zusammen, dass erfordert schon einiges an Erfahrung und know-how.
    Das man damit ein sehr gutes Ergebnis erziehlen kann, will ich auch gar nicht abstreiten. Möchte ebend nur darauf hinweisen, dass das nicht ganz einfach ist. ;)
    Car-HiFi ist halt eine Wissenschaft für sich.

  • emi : nope, eigtl bin ich offen für alles




    Das ne Bassrollen nix richtiges is is mir schonklar, nur a) sie war von Anfang an drin, und Ich habe sie ziemlich gut integriert, was die Kabel betrifft, und b) mein Problem ist, dass ich die Grösse meines Kofferraums zu 100% nutzen können muss. Also muss der Sub entnehmbar sein, falls nötig. Momentan hab ich ne 20er Rolle im KR, meine 120l !!!! Sporttasche !!!!, meine 3 Werkzeugkoffer(inkl Munition) und dann muss ich da noch 1 Langwaffe in den Skisack, und 2 in den Kofferraum bekommen. So viel also zu meinem Platz im Kofferraum.

  • Also ich habe das bei mir so gelöst:


    Dabei bleibt der KR zu 100% erhalten. Falls du keinen 10Zoll Woofer brauchst, weils nicht zwingend extrem laut
    sein muss, dann könnte man auch über ein kleineres Gehäuse mit einem 8 Zoll nachdenken. Da gibts ein paar
    nette Sachen. Ist auch ziemlich einfach und fix herausnehmbar.


    Viele Grüße,
    Tim

  • Ansonsten mit viel Bastelei anstelle des Handschuhfachs, oder anstelle des Fach unter dem Lenkrad.
    Dort könnte man kleine 6,5 Zoll Subwoofer einbauen.


    Oder eben mit zwei Freeair-tauglichen Subwoofern das Experiment mit der Hutablage eingehen.


    Ansonsten:
    http://www.car-audio-exclusiv.de/einbau/audi-a4/fußraumsub


    Ein etwas extremes Beispiel, aber so ähnlich hatte ich das auch schon mal überlegt. 8)

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