Endgeschwindigkeit ist nicht das "Problem", sondern eher, dass die Fronttriebler - da sie eben gut 100kg weniger wiegen, und weil der Allradantrieb zudem auch noch rotierende Masse ist, die sich besonders stark bemerkbar macht (man sagt gerne, "rotierende masse zählt doppelt") - ne Ecke besser beschleunigen. Egal bei welcher Geschwindigkeit.
zudem sind die Fronttriebler zumeist etwas länger übersetzt, was bei Autobahnfahrten die Drehzahl etwas reduziert, und man so etwas sparsamer unterwegs sein kann. Die Quattros wurden immer küzer übersetzt als ähnlich motorisierte Fronttriebler, damit der oben erwähnte Beschleunigungsnachteil nicht so gravierend ausfällt.
Der Allradantrieb bring eigentlich nur beim Anfahren, bzw immer dann, wenn Fronttriebler Probleme bekommen, die Leistung auf die Straße zu bekommen, etwas.
Dies ist aber bei den 133/136 PS und brauchbaren Reifen außer bei Schnee relativ selten der Fall, sodass die Fronttriebler da keine wirklichen Nachteile haben.
--> Erst wenn es dann wirklich an die Fahrdynamik geht (Kurvengrenzgeschwindigkeit, Untersteuertendenz) werden die Quattros doch deutlich besser, da sie einfach neutraler liegen (aufwändigere Hinterachskonstruktion, zusätzlich eben auch der Allradantrieb der den Vorderrädern Arbeit abnimmt).
Einen Quattro muss man haben wollen. Wenn man für sowas keinen Faible hat, und dann auch noch in einer Gegend mit wenig Gebirge und milden Wintern wohnt, sollte man sich lieber einen Fronttriebler kaufen, das ist auf die Dauer schon etwas günstiger.
Aber wenn man Spaß am fahren haben will, und/oder es auch gern mal im Winter krachen lässt, dann sollte man - sofern man noch einen nicht total runtergerittenen findet - einen Quattro nehmen.
mfg Andi